Online-Familienkonferenz: Warum und wofür?

Mit der Online-Familienkonferenz bekommen Familienmenschen aus dem ganzen Stadtgebiet die Möglichkeit, ihre Wünsche, Ideen, Kritik und Anregungen einzubringen, wie Hannover noch familienfreundlicher werden kann. Unabhängig von Uhrzeiten und den vielen Zeitrhythmen, die in einer Familie zu koordinieren sind. Vier Wochen lang können Sie hier immer wieder vorbeischauen, neue Impulse setzen und sich einmischen. Von Ahlem bis Zoo, von Null bis 99.

Hintergrund und Rahmen: Dialogorientierte Familienpolitik in Hannover für eine kinder- und familienfreundliche Stadt

Alleinerziehende, kleine und große Familien, pflegende und helfende Angehörige – sie alle sind Familie! Denn Familie ist überall dort, wo Verantwortung füreinander übernommen wird. Überall auf der Welt – auch in Hannover.

Mit Datenerhebungen und Beteiligungsangeboten in fünf Bausteinen möchte Hannover eine dialogorientierte Familienpolitik betreiben, in die „harte“ statistische Fakten ebenso einfließen wie das Wissen und die Wahrnehmung derer, um die es geht: Die Familien!

Die fünf Bausteine sind

  1. das Familienmonitoring, in dem Daten und Fakten zu Strukturen und Lebenslagen von Familien in Hannover zusammengetragen und analysiert werden (erstmals 2011 durchgeführt, künftig alle drei Jahre; Downloadmöglichkeit finden Sie: hier)
  2. eine Kleinräumige Familienstrukturanalyse (erste Ergebnisse Anfang 2014) mit dem Ziel einer datenbezogenen Typisierung familialer Lebenslagen
  3. eine Repräsentativbefragung von Familien zu ihrer Zufriedenheit und ihren Bedarfen in verschiedenen Themenfeldern (zunächst einmalig 2013 durchgeführt)
  4. das Know-how über Familien z. B. durch Evaluationen familienbezogener Maßnahmen und
  5. der Familiendialog in Form von Familienkonferenzen.


Familienkonferenzen vor Ort

Die Die Familienkonferenzen wurden zwischen Mai 2012 und November 2013 in fünf verschiedenen Stadtteilen durchgeführt, die sechste Familienkonferenz ist für März 2014 geplant. Die Stadtteile für die Familienkonferenzen wurden so ausgewählt, dass sie in ihrer Zusammensetzung ein gutes Gesamtbild vom Stadtgebiet wiedergeben.

  1. Bemerode (2. Juni 2012
  2. Südstadt (13. April 2013)
  3. Nordstadt (25. Mai 2013)
  4. Vahrenwald (1. November 2013)
  5. Linden-Süd (2. November 2013)
  6. Wettbergen (Ende März 2014)

Wie diese Familienkonferenzen organisiert und durchgeführt wurden, welche Themen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgebracht haben und welche Projekt und Initiativen daraus hervorgegangen sind, erfahren Sie auf www.familienkonferenzen.de oder unter www.hannover.de/Familienkonferenzen-in-den-Stadtteilen

Was geschieht mit den Ergebnissen der Online-Konferenz

Nach Abschluss der Online-Phase werden die Diskussion und die Themenwikis qualitativ ausgewertet. Ziele sind

  • die bedarfsorientierte Planung der Quantität und Qualität von Erziehungs- und Betreuungsangeboten
  • die Priorisierung von Standortfragen sozialer Infrastruktur wie Familienzentren oder Erschwerniskitas
  • die Planung von freiwilligen Angeboten und Leistungen im Sozialbereich wie Elternbildung, Jugend-, Familien- und Erziehungsberatung
  • die Steuerung des ehrenamtlichen Engagements im Kinder-, Jugend- und Familienbereich
  • die zielgruppenspezifische Bedarfsplanung im Bereich Gesundheit, Sport, Ernährung und Teilhabe

Der Fachbereich Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover nutz relevante Hinweise für die qualitative Weiterentwicklung seiner Angebote und Handlungsstrategien.

Soweit es sich um ein stadtteil- oder stadtbezirksbezogenes Thema handelt, werden Einrichtungen, Dienste oder politische Gremien gesucht, die die BürgerInnen vor Ort bei der Umsetzung unterstützten können bzw. sich der Frage, Idee oder Kritik annehmen.

Ist vor Ort keine Weiterbearbeitung möglich, wird das Thema dem fachlich zuständigen Fachbereich der Landeshauptstadt Hannover übergeben. Handelt es sich um eine Aufgabe, die außerhalb der Stadtverwaltung wahrgenommen wird (z. B. Nahverkehrsangebote durch den GVH), erfolgt die Weiterleitung der Impulse dorthin.