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Bildung von Anfang an

Vahrenwald-List

Was wird aus den Hortplätzen?

von A am 29.11.2013 | 14:08 | Kommentare: 11 |

Liebe Leser,

die Betreuungssituation von Grundschülern ist in vielen Stadtteilen Hannovers noch ungenügend bis katastrophal, allen voran in der List.

Leider gibt es beispielsweise keine vierte Hortgruppe an der Grundschule Mengendamm, obwohl diese angedacht und dringend benötigt wird.

Wie geht es langfristig weiter?

Die Nachmittagsbetreuung an Grundschulen sind meiner Meinung nach keine Alternative zu einem Hort.

Eltern sollten die Wahlfreiheit zwischen beiden Modellen haben!

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Kommentare

beruftätige Mutter am 03.12.2013 14:34:32

Meine Tochter ist jetzt 3,5 Jahre alt. Sie geht derzeit ganztags in einen Kindergarten. Vorher schon ganztags in die Krippe.
Nur, damit ich Vollzeit arbeiten kann.
Jetzt mache ich mir aber schon Gedanken über die Grundschulzeit. Ich bin zur Betreuung meiner Tochter immer noch verpflichtet. Mal ganz abgesehen davon, werde ich sie mit 6-10 Jahren (über Stunden) auch nicht allein zu hause lassen.
Ich werde also auf jeden Fall einen Hortplatz benötigen.
Doch dafür gibt es in jeder Einrichtung endlose Listen.
Dazu kommt noch, dass die Nachmittagsbetreuung auch nicht kostenfrei ist, wie z.b. das letzte Kita-Jahr.

Entweder droht mir dann die Arbeitslosigkeit oder die Nichtbetreuung der Tochter.
Übrigens: die Teilzeit kommt wegen der Entfernung Wohnung/Arbeitsstätte nicht in Betracht. Entweder sind die Kosten zu hoch (mit Auto) oder die Fahrzeit so lang, dass ich wieder eine Betreuung für die Tochter bräuchte.
Umzug kommt auch nicht in Frage. Wir wohnen im Eigentum.

Es werden dringend Plätze benötigt.
Warum nicht sogar für jedes Kind zur Pflicht?
Dann könnten auch bis dahin nicht berufstätige Eltern wieder in den Arbeitsmarkt finden und ggf. vom Amt weg kommen.
Damit kommen wieder Steuergelder in die Kassen und die Plätze würden sich somit selbst finanzieren.

Tanja Asare am 03.12.2013 13:48:29

Ich brauche einen Hortplatz !!!! Sonst Arbeitslosigkeit ! Wie kann es sein, das kein Anbau gemacht wird ???? Das Schulgelände ist schließlich riesen groß!
Ich will keine Ganztagsschule für meine Kinder !!!!!

Sommerferien am 03.12.2013 13:31:37

Liebe Moderatorin,

leider wurden Eltern nie richtig aufgeklärt was Ganztagsschule in Hannover bedeutet. In Hannover gibt es die offene Ganztagsschule die billig ist und vor allem viele Kinder betreut. Quantität geht hier vor Qualität. Gerade Grundschulkinder sind bei täglicher Betreuung aber komplett damit überfordert - ganz anders sehe ich das bei den weiterführenden Schulen. Die Grundschulkinder werden immer jünger und sollen sich, obwohl sie noch klein und unsicher sind, in großen offenen Gruppen zurechtfinden, unterschiedliche Betreuer haben, die oft noch nicht einmal Fachkräfte sind! Wie sollen die sich z.B. in einer großen Mensa zurechtfinden ? Wer ist ihr fester Ansprechpartner, wenn sie sich krank fühlen oder ein Problem haben? Was ist mit den Kindern, denen die Eltern das Essen nicht bezahlen (im Hort bekommt jedes Kind Essen)? Was ist mit den Ferien, ein 5- oder 6jähriger Grundschüler kann schlecht um 8 Uhr morgens mit der Feriencard losgeschickt werden.
In der offenen Ganztagsschule gibt es keine Zeit für Eltergespräche oder Elternberatung, was ist wenn die Kinder Probleme haben und keiner die Eltern beraten kann. Pädagogische Arbeit kann in dem Zeitrahmen und mit dem Betreuungsschlüssel doch gar nicht geleistet werden, wer macht das dann? Lehrer - die haben schon mehr als genug zu tun. Gleich zum Therapeuten, das klappt nicht, da wartet man jetzt schon ein 1/2 Jahr. Die Liste lässt sich weiter führen, aber vorrangig ist doch, dass endlich eingesehen wird, dass verschiedene Familien verschiedene Betreuung brauchen. Für die einen reicht die offene Ganztagsschule, andere brauchen Hortplätze.
Uns Eltern wurde immer Wahlfreiheit versprochen, die wir aber in der Realität nicht haben, denn es werden trotz unsäglich langer Wartelisten einfach keine Hortplätze angeboten. Ich habe das Gefühl, dass die ganze Geschichte ausgesessen wird und nichts passieren wird. Es ist einfach nur traurig.
Wer sein Kind jeden Tag betreuen lassen muss, der ist mit offener Ganztagsschule gestraft!

Mama am 02.12.2013 23:18:18

Schade, bis heute gibt es keine zusätzlichen Hortplätze in der List.

Erst wollte der Hort Mengendamm 20 Plätze schaffen, dann wollte Chi-Pa 2 Gruppen eröffnen und zum Schluss sind gar keine neuen Hortplätze entstanden. Begleitet von Zusagen oder Versprechen von verschiedenen Politikern der Parteien.

Der Berdarf ist groß. Viele Familien sind heute auf eine feste Betreuung angewiesen. Das böse Erwachen kommt, wenn die Kinder in die Schule kommen.

Frage: Wann kommen die versprochenen Hortplätze?

Papa am 02.12.2013 19:24:21

Liebe Moderatorin,

Was sagt die Stadt Hannover eigentlich zum Fall von Hortplatz2013?

Ist das normal für eine Stadt die sich Familienfreundlich nennt?

Das steht wieder eine Familie vor dem Nichts!

Liebe Grüsse
Der Papa

Papa am 02.12.2013 19:19:04

Ich möchte mich A anschließen:
1:
Die Nachmittagsbetreuung wird im Regelfall nicht von ausgebildeten Erziehern wahrgenommen. Gerade in den ersten Schuljahren und bei dem oft schlechten Betreuungsschlüssel sind aber Profis gefragt.

2:
Was ist in den Ferien? Wir kämen könnten zu zweit mit unseren Jahresurlaub gerade so die Ferienzeit abdecken. Die Alleinerziehenden bei Ganztagsschülern haben oft ein böses Erwachen, wenn sie merken was sich hinter dem Euphemismus "Ganztagsschule" verbirgt.

Wir hatten auch mal gedacht, in einer Ganztagsschule werden die Kleinen auch Ganztags von Pädagogen betreut... Falsch gedacht.

Beim Modell Ganztagsschule geht es vor allem um ein möglichst billiges Verwahren von Kindern.

Das sich auch in Ganztagsschulen Menschen sehr engagieren können möchte ich hier nicht bestreiten und herabwürdigen, aber bitte wer käme auf die Idee den Schulunterricht von einem noch so engagierten FSJler machen zu lassen?

A am 02.12.2013 17:10:28

Tatsächlich sprechen für mich persönlich drei Gründe gegen die Ganztagsbetreuung in Grundschulen:

- Honorarkräfte, die nur eine kurze, pädagogische Schulung mitbringen, sind für mich fachlich kein Ersatz zu Horterziehern und -sozialassistenten. Auch kann sich zu Honorarkräften, die nur ein halbes Jahr bleiben, da sie ansonsten anderweitig sozialversicherungspflichtig angestellt werden müssten, kein wirkliches Vertrauensverhältnis von Seiten der Kinder aufbauen

- Betreuung ist in meinen Augen eher eine "Aufbewahrung der Kinder" als eine Form der individuellen Förderung

- in den 12 Wochen Schulferien ist keine Betreuung gegeben

Hortplatz2013 am 02.12.2013 14:58:41

Wir brauchen dringend einen Hortplatz!

Wie kann es sein, dass man eine Familie nach der anderen auf der Straße trifft, die alle dringend nach einen Hortplatz suchen?

Wir sind selbst betroffen und leider in der unglücklichen Situation dringend darauf angewiesen zu sein.

Ich bin alleinerziehend, lebe in der List, arbeite Vollzeit und bin auch krankheitsbedingt unbedingt auf einen Hortplatz angewiesen.

Unser Sohn kommt nächstes Jahr (2014) in die Schule und soll auf die Grundschule Mengendamm gehen (Einzugsgebiet).

Warum gibt es bei der riesen großen Nachfrage beim Mengendammhort keine vierte Gruppe?

Es kann doch nicht sein, dass in erster Linie die Kinder unter dieser Situation leiden müssen. Eltern müssen ihren Job aufgeben um ihr Kind um 11:30 Uhr aus der Schule abholen zu können - ist das die Lösung des Problems?

Das Angebot einer Hortgruppe schneidet im Verhältnis zu einer Ganztagsschule viel besser ab. Dort ist keine individuelle Förderung möglich, der Betreuungsschlüssel ist schlechter, oft betreiben pädagogische nicht ausgebildetet Helfer profesionielle Lernförderung u.s.w.
Nicht zu vergessen die Ferienbetreuung und die Öffnungszeiten.

Es ist einfach nicht hinzunehem ab dem Schuljahr 2014 ohne Hortplatz zu sein.

Gerade wegen meiner Erkrankung ist eine regelmäßige Betreuung, ein individuelles Angebot und ein kleiner Kreis von Bezugsperson so wichtig für Sohn.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie gerade ein Fall wie unserer darunter leider muss, das es nicht ausreichend Hortplätze gibt und es seitenlange Wartelisten gibt.

Das Geld scheint eindeutig an der falschen Stelle ausgegeben zu werden.

Fazit: Wir brauchen dringend mehr Hortplätze!

Moderation am 02.12.2013 10:17:27

Liebe Teilnehmende,
inwiefern stellen die Nachmittagsbetreuungen an Schulen Ihrer Meinung nach keine wirkliche Alternative zu Hortplätzen dar?
Worin bestehen die Unterschiede?
Wie könnten diese Betreuungsangebote möglicherweise verbessert werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

berufstätige Mutter am 01.12.2013 22:07:03

Die Wahlfreiheit zwischen den Modellen Ganztagsschule und Hort sollte in jedem Fall möglich sein.

Auch ich bin der Überzeugung, dass eine Nachmittagsbetreuung an den Schulen keine Alternative zu den Horten mit ihren festen Gruppenstrukturen und Fachkräften sind.

Dieser Kampf um die wenigen Hortplätze mit der Unsicherheit, ob man ab Schuleintritt überhaupt noch arbeiten kann, ist alles andere als familienfreundlich! Ich hätte nie gedacht, dass es nach der gut betreuten Kleinkindphase ein derartiges Loch in der Betreuungssituation gibt....

In Bezug auf Schulkindbetreuung besteht offensichtlich schon seit langem Handlungsbedarf und man wird den gesetzlich gestellten Anforderungen ohne Rechtsanspruch längst nicht gerecht.

Wann ändert sich die Situation auch unter Berücksichtigung der Wünsche der Eltern?

Papa am 30.11.2013 17:19:57

So ist es! Ohne Betreuung ist der Arbeitsplatz bedroht. Hier geht es um die Existenz von Familien. Warum wird dies Problem nicht gelöst? Wann schafft die Stadt endlich zusätzliche Hortplätze? Wie kann es sein, dass die Stadt sogar die Einrichtung von Plätzen verweigert, während die Familien vor dem Nichts stehen?

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