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Lebensräume für Familien

Südstadt-Bult

Fehlende Nachmittagsbetreuung für Schulkinder

von Meike Böcke am 11.11.2013 | 09:58 | Kommentare: 7 |

In der Südstadt gibt es leider immer noch viel zu wenig Betreuungsangebote für Schulkinder in Grundschulen und im Übergang in die weiterführenden Schulen. Die Hortplätze sind schnell belegt und stehen nur den Kindern der jeweiligen Schule offen. Freiwillige Angebote von Fördervereinen sind zeitlich begrenzt (z.B. bis 15.00 Uhr) und die Plätze reichen aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht aus, um die Kinder aller Klassen qualifiziert zu betreuen. Das führt dazu, dass viele Kinder berufstätiger Eltern nach der Schule auf sich allein gestellt sind, wenn sie nicht durch Sportvereine oder andere Freizeitaktivitäten (zu denen sie dann u.U. allein fahren müssen) zeitweise anderweitig betreut werden können. Hier sehe ich JETZT dringenden Handlungsbedarf für alle Kinder, die aktuell oder in absehbarer Zeit noch keine Ganztagsschule oder IGS besuchen können. Für sie müsste es mehr öffentlich finanzierte Einrichtungen geben, um die Lücke zwischen Schulschluss und Feirabend verlässlich und kindgerecht zu schließen.

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Kommentare

Heike Eberhardt am 03.12.2013 14:33:46

Hallo Frau Hohberg,

vielen Dank für Ihren Rat!

Diesen Weg der Hilfesuche habe ich schon genutzt. Für einen persönlichen Termin im FamilienService Büro hatte ich zeitlich noch keine Möglichkeit. Auf telefonischer Nachfrage hin wurde mir von einer sehr freundlichen Dame der Hinweis gegeben, auf der Online Seite Betreuungsbörse Hannover nach Plätzen (Hort - oder Tagesmütter) zu suchen. Die Dame vom FamilienService Büro konnte meine Situation auch sehr gut nachempfinden und erzählte mir, dass sie seiner Zeit für die Kinderbetreuung ihrer Schulkinder ihre Arbeit aufgeben musste! Das klingt auf den ersten Blick als sehr vorbildlich, nur zeitgemäß ist das heute gar nicht mehr zu vertreten und ich bzw. wir können uns dies auch finanziell überhaupt nicht leisten! Welche Familie mit zwei Kindern kann schon von einem Gehalt leben? Aber so sieht anscheinend das Bild des ehemaligen Beamtenstadtteils Südstadt immer noch aus, obwohl die Realität eine ganz andere ist.

Ich bin sicher und man kann hier in den Foren auch lesen, dass es sehr viele betroffene Eltern gibt, die händeringend nach Hortplätzen suchen, und das nicht erst für das Schuljahr 14/15. Die Frage ist nur, wo sind all diese Eltern? Vermutlich und so geht es mir hat keiner mehr Zeit und Kraft sich in der Gemeinschaft zu mobilisieren. Aber das kann nicht die Lösung sein! Denn anstatt als Einzelkämpfer nur für seine persönliche Situation zu kämpfen und irgendwie seinen eigenen Kopf zu retten, ist eine gemeinsame Stärke und Zusammenschluss aller betroffenen Eltern das einzig Sinnvolle.

Wenn Sie die heutige Neue Presse (03.12.13) im Lokalteil auf Seite 2 aufschlagen, werden Sie einen Hilferuf von mir lesen, mit dem ich in einer öffentlichen Bürgerfragestunde im Rathaus aufgelaufen bin. Ich hoffe, dass dieser Hilferuf nicht morgen schon wieder vergessen ist. Vielleicht schaffen wir es in der Gemeinschaft mehr Bewegung in das Thema zu bringen und unter dem Account „Hortplatzsuchende Eltern Hannover“ bei facebook zu vernetzen.

Freundliche Grüße
Heike Eberhardt

Moderation am 25.11.2013 15:03:22

Hallo Heike Eberhardt,
möglicherweise kann Ihnen das FamilienServiceBüro dabei weiterhelfen:

FamilienServiceBüro der Landeshauptstadt Hannover
Kurt-Schumacher-Straße 24
30159 Hannover
E-Mail: familienservicebuero@hannover-stadt.de
Tel.: 49 511 168-43535
Fax: 49 511 168-41170

Öffnungszeiten:
Mo: 09:00 – 12:00 Uhr
Di: 09:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Mi: geschlossen
Do: 09:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Fr: 09:00 – 12:00 Uhr

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Heike Eberhardt am 25.11.2013 13:42:52

Ich bin Mutter einer 5-jährigen Tochter, die im August 2014 in der GS Tiefenriede/Südstadt eingeschult werden soll.

Ich weiss meine Tochter seit ihrem zweiten Lebensjahr in Krippe und Kita gut betreut. Seit es in großen Schritten auf die Einschulung im Sept. 2014 zugeht stelle ich fest, dass ich dann vor dem finanziellen Ruin stehen werde! Denn dann muss ich meine Arbeitszeit reduzieren, um meine Tochter ab 12h45 von der Schule abzuholen und kann meinen Lebensunterhalt nicht mehr finanzieren. In der Südstadt gibt es weder Ganztagsgrundschulen noch Hortplätze. In den möglichen fussläufig erreichbaren Horteinrichtungen gibt es eine minimale Anzahle an Hortplätzen (13 auf ca. 100 Erstklässler) die „in Gedanken“ schon an Geschwisterkinder vergeben sind.

Bin ich zu verwöhnt durch ganztägige Kita-Betreuungszeiten bis 16h und dadurch der Möglichkeit meine Arbeitszeiten auf 28h/Woche aufzustocken? Nein, sicher nicht!

Warum bieten gerade in der Südstadt (angeblich dem Stadtteil mit dem größten Anteil an Kindern) die vier Grundschulen keine Betreuungszeiten an, die sich mit einer vollzeitnahen Beschäftigung beider Eltern vereinbaren lassen?

Wo sind all die verzweifelten Eltern, denen es ähnlich gehen muss und verzweifelt auf der Suche nach einer Betreuung nach der verlässlichen GS ab 12h45 sind??

Wo und wann kann ich meinen Unmut und meine Verzweiflung den Politikern äußern, dass dieses System so nicht funktioniert??

Was kann ich als Einzelperson tun, was gibt es für Gruppen, denen ich mich anschließen kann?

Sommerferien am 19.11.2013 22:31:32

Hallo Birgit Hohberg,

ein Modellprojekt ist z.B. an der Albert Schweitzer Schule in Linden zu finden.
Individuelle Lösungen sind halt individuell und müssen vor Ort gefunden werden. Dazu muss zuerst das Umfeld analysiert werden und festgestellt werden, welche Bedürfnisse im Stadtteil vorhanden sind. Dann schaut man nach Ressourcen, schmiedet Netzwerke und versucht etwas daraus zu schaffen.
In der List könnten sich zumindest theoretisch (ob das rechtlich geht??) das Kinderhaus und der Hort Mengendamm zusammen tun, um die Ferienbetreuung der Kinderhauskinder zu optimieren.
Ideen gibt es vor Ort viele, aber zu wenig Raum und Geld.
Eine Wunschtraum von uns am Mengendamm ist z.B. ein Neubau auf dem Gelände der Grundschule, in den der Hort oder der Ganztagsbereich einzieht, der andere bleibt im ersten Stock über der Verwaltung. Damit könnten die verschiedenen Bedürfnisse der Eltern und Kinder gestillt werden.

Moderation am 19.11.2013 9:22:13

Hallo Sommerferien, liebe Teilnehmende,
fehlende Plätze in der Hortbetreuung wurden auch schon an anderer Stelle angesprochen. Sie sagen, Sie wünschen sich mehr individuelle Lösungen oder Musterprojekte. Wie könnten diese aussehen? Haben Sie ein Beispiel?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Sommerferien am 19.11.2013 0:42:28

Bei uns in der List gibt es das gleiche Problem und wir Eltern sitzen auf heißen Kohlen. Obwohl schon vor ca. 2-3 Jahren drei Hortgruppen in Linden aufgelöst wurden und ein oder zwei Gruppen davon in der List verteilt werden sollten, ist (meines Wissens nach) nichts oder nur wenig passiert.
Ohne Geld läuft hier natürlich gar nichts.
Aber Horte gegen unterfinanzierte offene Ganztagsschulen auszutauschen, kann dazu führen, dass das Wichtigste auf der Strecke bleibt: Die Kinder.
Offene Ganztagsschulen für GRUNDSCHÜLER sind nicht für jede Familie und ihre Bedürfnisse geeignet, auch nicht für jedes Kind. Horte sind aufgrund der Kosten nicht wohlgelitten und ständig wird prophezeit, dass sie sich bei Einführung der offenen Ganztagsschulen auflösen werden. Ich glaube allerdings, dass dann ähnlich wie in Frankreich private Einrichtungen entstehen werden und die soziale Schere sich noch weiter öffnet.
Meine Idee ist, dass individuelle Lösungen für die Familien gefunden werden müssen. Wer nur 2 Nachmittage arbeitet, dem kommt die offene Ganztagsschule entgegen, wer jeden Tag von 8.00 - 16.00 Uhr arbeitet, der benötigt für sein Kind eine strukturierte Hortbetreuung mit festen Bezugspersonen, denn unsere Grundschüler sind einfach noch klein! Wer nur bis 14.00 Uhr arbeitet und auch nicht jeden Nachmittag, für den sind Schulkindbetreuungen (wie z.B. Kinderhaus oder in der evgl. Kirche) geeignet.
Aber die Realität ist anders und ich empfehle Eltern, die nirgends unterkommen, sich in Zweckgemeinschaften zusammen zu tun und sich gegenseitig zu unterstützen.
Ich wünsche mir von der Politik, dass individuelle Lösungen gefunden werden, Musterprojekte unterstützt werden oder die VOLLE Ganztagsschule eingeführt wird und nicht verbissen an politischen Ideen festgehalten wird.
Das Geld dafür?
Da habe ich leider nur ketzerische Ideen, die wahrscheinlich rechtlich gar nicht umsetzbar sind, wie z.B. dass die Bischofsgehälter nicht mehr vom Staat gezahlt werden sondern, dass das Geld für Kinder verwendet wird...

Moderation am 11.11.2013 12:31:48

Hallo Meike Böcke, liebe Teilnehmende,
wissen Sie, wie das in anderen Stadtteilen gehandhabt wird? Gibt es Beispiele, wo die Bedingungen besser sind? Was macht den Unterschied aus?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

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