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Bildung von Anfang an

Hannover insgesamt

Zentrales Anmeldeverfahren für Kinderbetreuungsplätze soll kommen

von Moderation am 18.11.2013 | 11:42 | Kommentare: 4 |

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
wie ich erfahren habe, ist die Stadt Hannover derzeit bereits dabei, die Voraussetzungen und Anforderungskriterien zu erheben, um ein zentrales Anmeldeverfahren für die Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen zu ermöglichen.

Natürlich ist so ein Unterfangen nicht von heute auf morgen umsetzbar, aber es wird bereits tatkräftig daran gearbeitet.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

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Kommentare

Papa am 30.11.2013 19:42:56

Es kann doch nicht wahr sein, eine andere Form der Mangelverwaltung als Besserung zu verkaufen....

Übrigens nach meiner Erfahrung aus Kinderladen und Hort eher eine Verschlimmbesserung.

MEHR BETREUUNGSPLÄTZE!

Graf Zahl am 25.11.2013 23:28:20

Für Kita-Plätze sollten dieselben Krieterien gelten wie für Grundschulplätze. Es muss sicher gestellt sein, dass für alle Kinder Kita-Plätze in erreichbarer Nähe vorhanden sind.
Darauf angesprochen stehlen sich die Politik und die Verwaltung gerne aus der Verantwortung, mit dem Hinweis darauf, dass es dann ja auch - analog zur Schulpflicht - eine Kita-Pflicht geben müsse.
Da zuckt man dann erst mal zusammen weil das Gefühl aufkommt, Freiheiten würden eingeschränkt werden, ja würden eingeschränkt werden müssen für das Ziel, jedem Kind einen Kita-Platz zu ermöglichen.
Bei genauerem Hinsehen entdeckt man: Nur ein billiger Trick routinierter Verwaltungsleute, die stets auf die Bringschuld der Politiker insistieren. Und ein billiger Trick abgebrühter Politiker, denen es lieber ist die Regierten zu teilen, damit sie einfacher beherrscht werden können.
Da wird eben ganz einfach unterstellt, dass die vorhandene Anzahl von Kita-Plätzen eine "bedarfsgerechte Deckung" gewährleistet. Die Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze daher einerseits nicht gewünscht und andererseits nicht finanzierbar sei, da man ja das sauer verdiente Geld des Steuerzahlers nicht für Kita-Plätze ausgeben dürfe, die gar nicht gebraucht würden. (siehe "bedarfsgerechte Deckung")
Und schon hat man die Regierten geteilt in die Gruppe der Familien, die ihrem Kind mit einer gehörigen Portion Glück und viel Hartnäckigkeit den Besuch der Kita ermöglichen und den Familien, die ihr Kind zu hause betreuen "möchten" bzw. denen gar nichts anderes übrigbleibt.
Der Spruch mit der "Kita-Pflicht" indes ist nichts als eine Phrase, denn nichts spräche dagegen, die Kitas so auszustatten und zu finanzieren, dass die durchschnittliche Gruppengröße in der Regel deutlich unter der erlaubten maximalen Gruppengröße liegt, so dass jederzeit genug Spielraum ist um akute Nachfragesteigerungen aufzufangen.
Auch wenn es sich weiter oben anders anhört, die von mir ausgesprochene Politikerschelte ist nur die eine Seite der Medallie. Die andere Seite sind Eltern, die nur all zu gern glauben, was ihnen da vorgeschwindelt wird, die dann zur Selbsthilfe greifen und mit sehr viel Engagement Kinderläden aufbauen und wenn dies erfolgreich gelingt zu dem Ergebnis kommen, dass sich alles irgendwie zurechtruckelt und -zuckelt, wenn man sich nur ein bisschen reckt und streckt und entsprechend Eigeninitiative entwickelt. Und diejenigen Kinder ohne Kita-Platz? Da wollen die Familien ja auch "in Wirklichkeit" gar keinen, denn sie könnten ja, wenn sie nur wollten und sich dafür ein bisschen ins Zeug legten.

Moderation am 19.11.2013 11:34:32

Hallo Sommerferien, liebe Teilnehmende,
Sie schlagen vor, Platz für situative Lösungen bei der Vergabe von Betreuungsplätzen zu lassen. Wie sollte dies Ihrer Meinung nach organisiert werden? Wie könnte das bei einer zentralen Platzvergabe berücksichtigt werden?
Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Sommerferien am 18.11.2013 23:59:46

Ein zentrales Anmeldeverfahren ist zu begrüßen, wenn dabei auch die pädagogischen Ansprüche berücksichtigt werden und die Lücken bedacht werden. Es muss beachtet werden, dass eine Kita nicht nur ein Dienstleistungsbetrieb für arbeitende Eltern ist, sondern -GANZ WICHTIG- eine pädagogische Einrichtung. Da sollte z.B. auf die Ausgewogenheit nach Alter und Geschlecht geachtet werden, denn wenn z.B. 3 Jungen in der Gruppe sind und der Rest Mädchen, ist das nicht ausgewogen. Wenn eine bestimmte Altersgruppe zu stark vertreten ist, fehlen die Spielpartner für die unterrepräsentierten Kinder. Ganz schlimm ist es, wenn starke Jahrgänge auf einmal die Einrichtung verlassen, denn dann müssen genauso viele kleine Kinder gleichzeitig eingewöhnt werden - für Erzieherinnen und Kinder eine hohe Belastung. Wenn, wie jetzt in städtischen Kitas berufstätige Eltern bevorzugt werden, was ist dann mit Kindern von z.B. psychisch kranken oder suchtkranken Eltern (die nicht arbeiten) ? Haben die das nicht vielleicht viel dringender nötig, einen Teil des Tages in einer Einrichtung zu verweilen? Was ist, wenn bei einem verheirateten Paar, ein Partner die Familie völlig außen vor lässt und der andere Partner noch schlimmer belastet ist, als jeder Alleinerziehende? Was ist mit Eltern, die sich als alleinerziehend deklarieren, in Wirklichkeit aber mit dem Partner zusammen leben (der offiziell bei seiner Mutter angemeldet ist)? Das sind Probleme, die an der Basis durchaus gesehen werden können, aber eine zentrale Stelle nie erreichen wird.
Nicht zu vergessen sind Eltern, die sich Arbeitsnachweise ausschreiben lassen, die hinterher in dem Umfang nicht mehr stimmen...leider wird auch hier geschummelt.
Die oft unterstellte "Ungerechtigkeit" bei der Vergabe der Kitaplätze wird auch weiterhin bestehen, sie wird sich lediglich verlagern. Die Lösung? Genug Plätze!
Zumindest aber sollte die zentrale Stelle in engem Kontakt mit den Einrichtungen bleiben. Man kann nicht alles regeln, es sollte immer Platz für situative Lösungen geben.

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