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Bildung von Anfang an

Döhren-Wülfel

Vergabe von Kitaplätzen / Zeitpunkt der Aufnahme

von Papa72 am 07.11.2013 | 14:53 | Kommentare: 9 |

Hallo,

wir haben eine kleine Tochter (fast 2 Jahre alt) und sind beide berufstätig.
Auch wir hatten mit zwei riesigen Problemen zu kämpfen:

Keine Zentrale Vergabe / Bewerbung für einen Kitaplatz

Da es kein zentrales System zur Platzvergabe bzw. Bewerbung gibt, müssen sich alle Eltern bei den unterschiedlichen Einrichtungen bewerben. Die jeweiligen Einrichtungen lassen sich mit der Auswahl und Vergabe (zurecht) etwas Zeit, was wiederum dazu führ, dass sich alle Eltern bei unterschiedlichsten Kitas anmelden müssen, um überhaupt die Möglichkeit Aufrecht zu erhalten einen Platz zu bekommen. Dieser Umstand verzögert natürlich wiederum den Auswahlprozess bei den Einrichtungen, da diese mit Anmeldungen regelrecht überschwemmt werden wovon allerdings ein Großteil später hinfällig wird, da das Kind ja schlussendlich nur in einer Einrichtung untergebracht wird.

Eine einfachere Vergabe der Kitaplätze würde alle Beteiligten entlasten, sowohl die Eltern, als auch die Einrichtungen.


Zeitpunkt der Aufnahme des Kindes analog zum Schuljahresbeginn (August)

Unsere Tochter ist leider nicht Kita-systemgerecht zur Welt gekommen.
Somit mussten wir acht Monate überbrücken, bis sie in einer Krippe aufgenommen werden konnte. Dies war nur mit familiärer Unterstützung und unter finanziellen Einbußen möglich.

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Kommentare

Glückspilzerin am 19.11.2013 12:28:16

Es gibt einfach zu wenige Plätze und deswegen muss man das mittelalterliche Grossfamiliensystem nutzen....

Moderation am 18.11.2013 10:56:47

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
wie ich soeben erfahren habe, arbeitet die Stadt Hannover derzeit daran, die Voraussetzungen und Anforderungskriterien dafür zu erheben, um ein zentrales Anmeldeverfahren für die Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen zu ermöglichen.

Wie Sie sich sicherlich denken können, muss dabei eine ganze Menge bedacht werden. Dennoch wird alles dafür getan, diesen Service so schnell wie möglich umzusetzen.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Sandra am 15.11.2013 20:58:53

Also ich finde auch, dass die unterjährige Aufnahme absolut nötig wäre. Unsere dritte Tochter ist im April geboren und deshalb bei Aufnahme zum 01.08. Mit 15 Monaten auch durch alle Raster gefallen. Unser erster Sohn ging in Berlin in die Krippe, dort war es völlig normal, dass pro Gruppe nur alle 3 Wochen ein Kind aufgenommen wurde, und zwar das ganze Jahr über. Das hatte den großen Vorteil, dass die Erzieher_innen auch genügend Aufmerksamkeit für dieses eine Kind hatten, bis es wirklich eingewöhnt war und es war eben egal, wann das Kind auf die Welt kam, man konnte sich quasi einen beliebigen Starttermin in der Krippe aussuchen. Wie die das dort mit den Geldern gemacht haben, weil ja die Schulabgänger trotzdem auch alle erst zum 01.08.wieder wechselten Weiß ich nicht. Aber vielleicht könnte man sich mit denen ja mal austauschen...

Und gut war dort auch, dass es fast ausschließlich Einrichtungen gab, bei denen das Kind von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort in einer Einrichtung bleiben konnte . Dadurch wurde jede Menge Anmeldung- und Auswahlaufwand gespart und Eltern mit mehreren Kindern müssten nicht, wie wir hier in Hannover z.B., drei verschiedene Einrichtungen morgens und nachmittags ansteuern.

Julia am 12.11.2013 20:38:27

Hallo Zusammen! Ich finde es echt bedauerlich, dass es in Hannover eine so schwere Situation mit Betreuungsangebot herrscht.
Ich finde da könnte man sich ein Beispiel an Ronnenberg nehmen. Da funktioniert die Platzvergabe zentral. Man meldet sich bei der Stadtverwaltung, gibt die Priorisierung von mehreren Einrichtungen und dann bekommt man Bescheid, wenn ein Platz zugewiesen wird.
Ich weiß allerdings auch, dass der Stadt Hannover bereits ein Versucht unternommen hat eine Einwilligung der Einrichtungen zu erhalten um zentrale Platzvergabe zu ermöglichen. Allerdings ist das an den Elterninitiativen gescheitert. Das ist natürlich ein Problem, denn die Elterninis müssen sich selbst organisieren und brauchen natürlich Eltern, die in die Gemeinschaft passen. Ich bin jetzt selbst in eine Eltern-Ini, weil wir für unsere Tochter leider absolut kein anderes Angebot bekommen haben. Auch wenn ich darüber nicht glücklich bin, so muss man einen Dialog mit den Inis suchen um dort eine gemeinsame Lösung zu finden. Auch diese Einrichtungen werden immer mehr Probleme bekommen genug Kandidaten zu bekommen um noch wählen zu können und würden auch froh sein, über die Vorschläge/Zuweisung.
Ich finde außerdem, dass die internen Regelungen der Betreuungseinrichtung nach Geschlecht, Name und Co. Abgeschafft werden müssen. Es kann nicht sein, dass es hauptsächlich darum geht wie viele Jungs und Mädchen, ob Altersgleichgewicht herrscht oder geschweige denn gleichnamige Kinder werden aussortiert!!!!
Auch die Tagesmütter und Großtagespflegen müssen in den Pool der Plätze miteingenommen werden. Da müssen sich die Damen und die wenigen Herren halt dazu äußern wie es am besten funktioniert.
Ich persönlich finde, dass es das Beste wäre:
1. Die große Betreuungseinrichtung ohne Elternarbeit direkt in den Pool zu nehmen und diese Plätze zentral zu verwalten
2. Ein Dialog mit Kinderläden suchen um dort die Möglichkeiten eine Zusammenarbeit auszuloten (vielleicht könnte bei der zentrale Anmeldung ein Zusatzfeld geben, wo die Eltern einkreuzen können, dass diese gerne in einen Kinderladen möchten, so dass diese Einrichtungen auch „Arbeitswillige“ Familien bekommen)
3. Das gleiche gilt dann auch für Tagesmütter und Großtagespflegen – Dialog suchen und ggf. durch zusätzliche Felder auf dem Anmeldeformular abklären!
UND! Ganz wichtige Punkt: der Planung von den Plätzen sollte besser funktionieren. Es kann nicht sein, dass in der Stadtmitte die Krippen wie die Pilze nach dem Regen aus dem Boden schissen und in der Oststadt dafür nur eine einzige Einrichtung gibt, die auch noch dazu erst ab 18 Monaten die Kinder aufnimmt!

Und zum Thema: Einstieg mitten im Jahr, fehlt mir nur eine Lösung, bei der die Stadt Hannover tief in die Tasche greifen muss. Warum geht es nicht? Na weil die Einrichtungen auf die Gelder vom Bezirk, Land, Eltern und Träger eingewiesen sind. Ist die Gruppe nicht ausgelastet, so bekommt die Einrichtung nicht genug Geld um den Laden am Laufen zu halten. Also, könnte die Lösung so aussehen: man meldet das Kind ab 1. Geburtstag an und der Stadt übernimmt die Kosten vom 1. August bis zum 1. Geburtstag!!!! Ich glaube aber nicht, dass es jemals funktioniert. Daher bleibt den Eltern, die ihr Kind zum Krippenungünstigen Termin „produziert haben“ das super Angebot von CSU anzunehmen und Kinderbetreuungsgeld zu beantragen!

Sara am 08.11.2013 9:33:22

Eine zentrale Vergabe, die über die Stadt läuft wäre gut. Es müsste ein einfaches online-System sein. Die Eltern melden in dem System ihre Kinder für die Einrichtungen an, die in Frage kommen. Die KiTas machen ihre Auswahlrunden. Hat eine Einrichtung einen Vertrag mit den Eltern gemacht, wird die Anmeldung bei allen anderen Kitas gestrichen. Die Stadt könnte mit diesem System den Bedarf wesentlich besser abschätzten, außerdem könnten freiwerdende Plätze innerhalb eines Kindergartenjahrs (durch Umzug o.Ä.) besser vergeben werden.

Sara am 08.11.2013 9:23:35

Hallo,

das die Kinder, wenn sie nicht im Sommer geboren werden, automatisch keinen Kita-Platz mit einem Jahr bekommen, finde ich auch ungünstig. Die Überbrückung von bis zu 11 Monaten kann Nerven und Geld kosten. Wir müssen uns überlegen, ob die gemeinsame Einschulung im Sommer mit dem Hintergrund der individuellen Lernförderung noch nötig ist.

Gauri 66 am 08.11.2013 9:19:34

Ich finde, dass Kristin und Papa72 das Problem einen Betreuungsplatz für Krippen- oder Kindergartenkinder zu finden, sehr gut umschrieben haben, auch eine Lösung wurde von Ihnen schon genannt: zumindest eine zentrale Anmeldestelle. Dadurch könnte vermieden werden, dass man sich zur Sicherheit mehrfach bei verschiedenen Einrichtungen anmeldet. Ein großes Problem bleibt hingegen die unterjährige Aufnahme von Kindern, wenn sie nicht grad zum 01.08 das Krippen- oder Kindergartenalter erreicht haben. Hier eine bessere Praxis zu finden, wäre sehr wünschenswert.

Moderation am 08.11.2013 8:33:32

Hallo Pap72, hallo Kristin, liebe Teilnehmende,
diese Schwierigkeiten bringen viele Probleme für Familien. Wie könnte die Platzvergabe Ihrer Meinung nach für alle Beteiligten effektiver erfolgen? Wo sollte angesetzt werden, um diesen Prozess zu vereinfachen?
Kennen Sie Beispiele aus anderen Regionen, von denen man in dieser Hinsicht lernen könnte?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Kristin am 07.11.2013 21:59:06

Genau darüber habe ich heute auch einen Beitrag eröffnet. Ich selbst muss ab Feb nach Ende der Elternzeit arbeiten gehen aber bekommen wenn überhaupt nur ab Aug14 einen Krippenplatz. Daher habe ich nun ein Tagesmutter genommen, da die ab Feb kann. Hätte aber lieber einen Krippenplatz.
Auch bemängle ich die Methode der Vergabe. Ich war bei 21 Krippen um eine Voranmeldung auszufüllen. Kein Wunder warum die Akten so voll sind bei den Kitas, weil sich eben doppelt und dreifach angemeldet wird.

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