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Kinder dürfen auch mal laut sein

von Seepferdchen am 12.11.2013 | 11:13 | Kommentare: 7 |

Was mich ein bisschen umtreibt ist die Frage, warum die Toleranz gegenüber "Kinderlärm" immer weiter zurück geht? Ist es denn so schlimm, wenn die Kleinen ihrer Freude auch mal lautstark Ausdruck verleihen? Muss man sich da immer aufregen.
Es kann doch auch für die Entwicklung nicht gut sein, wenn ihnen ständig verboten werden muss, Geräusche zu machen - nur weil die anderen Menschen sich eventuell gestört fühlen könnten....

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Kommentare

Sommerferien am 23.11.2013 11:36:32

Ich habe festgestellt, dass Menschen die man kennengelernt hat und die einen nicht als anonym empfinden, oft wesentlich toleranter sind, denn sie empfinden die Kinder dann als die Kinder aus "unserem" Haus oder aus "unserer" Straße. Das Wirgefühl aktivieren ist auf jeden Fall hilfreich und könnte durch Hausfeste oder Straßenfeste aktiviert werden. Sich gegenseitig helfen erhöht die Toleranz ebenfalls. Einen Zettel in den Hausflur hängen, wenn Kinderpartys stattfinden ist sinnvoll, dann können die Mitbewohner sich darauf einstellen. Aber leider hilft das nicht bei allen Menschen und das Wirgefühl lässt sich in der U-Bahn schlecht herstellen. Kinder sind leider eine Minderheit in der Gesellschaft und werden dementsprechend behandelt. Viele Menschen haben seit ihrer eigenen Kindheit nie mehr mit Kindern zu tun gehabt und wissen überhaupt nicht, was ein Kind für Bedürfnisse hat und halt auch mal brüllt und die Treppe herunter rennt. Unsere Kinder leben heute in besonderen Zonen, wie Kita, Schule, Turnverein, usw. die extra für Kinder geschaffen wurden und der Rest der Gesellschaft wird wenig mit ihnen konfrontiert. Eine Aufwertung der Minderheit Kinder würde so manche Sichtweise verändern, denn was wertvoll ist,wird meist gut behandelt.

Seepferdchen am 22.11.2013 11:10:34

Mitunter reichen schon die Blicke, die man zugeworfen bekommt. Das stresst und man bekommt das Kind gleich noch schlechter beruhigt. Aber ja, es gibt auch Eltern, die ihren Kleinen alles durchgehen lassen. So darf es auch nicht sein. Alle sollten da besser aufeinander aufpassen.

Lipa am 22.11.2013 8:26:34

Wir haben einen Nachbarn, der es okay fndet, nachts um drei richtig laut Musik zu hören, und wenn wir ihn freundlich bitten, diese etwas leiser zu machen, erwidert, die Kinder trampelten ihm ja tagsüber auch auf dem Kopf herum. Ein anderer Nachbar hat einmal (als wir Kindergeburtstag feierten) durchs Treppenhaus gebrüllt, er komme gleich herunter und werfe die Kinder aus dem Fenster...
Bei Freunden hat nächtliches Babygeschrei regelmäßig zu Geklopfe mit dem Besenstiel gegen die Decke geführt.
Und in der Straßenbahn erlebt man auch häufig Menschen, die sich beschweren, wenn die Kinder sich zu laut unterhalten.
Ich finde das sehr traurig. Insgesamt fühlt man sich, gerade mit mehreren Kindern, immer weniger toleriert und willlkommen in der Gesellschaft, sondern mehr als Zumutung oder Störenfried.

tantchen am 21.11.2013 18:39:45

Es ist meiner Meinung nach nicht nur abnehmende Toleranz gegenüber Kinderlärm...aber ich finde es in diesem speziellen Fall zu Kinderlärm schon sehr krotesk, viele Menschen vergessen offenbar sehr schnell ihre eigene Kindheit und die damit verursachten Geräusche? "Toleranz" ist eine Haltung, die erst wieder entdeckt, geübt und trainiert werden muss...wir sind zu wenig entspannt und zuviel mit Erwartungen anderen gegenüber beschäftigt. Mehr Zeit für ALLE wäre vielleicht ein Ansatz?

Moderation am 20.11.2013 9:54:52

Liebe Teilnehmende,
spielende, lachende oder auch weinende Kinder können auch mal laut sein. Dies stößt nicht überall auf Gegenliebe, andererseits wird gesagt, dass auch nicht alle Eltern ihren Kindern in dieser Hinsicht Grenzen aufzeigen. Toleranz ist also auf beiden Seiten gefragt. Aber wie kann diese gestärkt werden? Wie kann das gegenseitige Verständnis gefördert werden? Wie sollte man miteinander umgehen, damit sowohl die "Freiheit" der Kinder als auch das Ruhebedürfnis anderer befriedigt werden können?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Sommerferien am 19.11.2013 18:03:45

Intoleranz gegenüber Kinderlärm gibt es zuhause, in der U Bahn, im Cafe, im Kaufhaus, im Schwimmbad, auf der Strasse, im Museum, in der Post, beim Bäcker und einfach überall wo Menschen zusammentreffen. Ich habe sogar einmal erlebt, dass eine Schulleiterin in der Pause das Fenster aufriss und Ruhe!! auf den Pausenhof brüllte (hat übrigens nichts genutzt).
Menschen aller Altersklassen können "Kinderlärm" manchmal nicht ertragen und ich finde die Frage viel wichtiger, warum sie das nicht mehr ertragen können?
Ein schreiendes Baby bringt auch mich manchmal an meine Grenzen - besonders nach einem harten Arbeitstag, aber da ich es nicht abstellen kann ( will) gehe ich dann manchmal einfach woanders hin. Oft hilft auch ein freundlicher Blick Richtung Mutter oder ein paar tröstende Worte, denn eine ruhige Mutter beruhigt auch manches Mal das Kind. Spielende Kindergartenkinder oder Grundschüler verursachen für mich weniger Lärm als die Erinnerung an kindliche Lebensfreude und mit ein wenig Toleranz kann man gut zusammenleben. Toleranz gilt aber für beide Seiten, denn manche Eltern geben ihren Kindern jeden Freiraum, ohne die Bedürfnisse anderer Menschen zu berücksichtigen. Tägliches Blockflötenspiel einer 5 jährigen um 6 Uhr morgens, eine sprechende klingelnde Eisenbahn im Cafe oder ein Grundschüler der mit Megafon über den Hof rennt und 30 Minuten "Feuer, Wasser marsch" brüllt, lassen auch mich vorübergehend intolerant werden.
Normaler "Kinderlärm" ist aber ein Bestandteil des menschlichen Lebens und gehört einfach dazu!
Ich selbst habe viele belastende Erfahrungen in meinem früheren Wohnumfeld gehabt, in dem ein Nachbar sogar von mir verlangt hat, meinem 3 jährigen Kind die Füße mit Tüchern zu umwickeln, damit es nicht so dröhnt, wenn es über den Flur läuft. Inzwischen haben wir eine neue Wohnung gefunden mit toleranten Nachbarn, die direkt aber freundlich rückmelden, wenn es ihnen zu laut wird.

Moderation am 12.11.2013 16:14:52

Hallo Seepferdchen und alle anderen Teilnehmer,
wo bekommen Sie die Intoleranz gegenüber "Kinderlärm" zu spüren? Wer beschwert sich darüber? Und wo?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

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